SPD besuchte DRK-Rettungswache in Cloppenburg

Besuch der Rettungswache (2)
 
 

Mit 20 Teilnehmern besuchte der SPD-Kreisvorstand die neue Rettungswache des DRK in Cloppenburg. Der stellvertretende Kreisgeschäftsführer und gleichzeitige Rettungsdienstleiter Wolfgang Oltmanns, assistiert vom Rettungswachenleiter Walter Rempe, referierte über die vielfältigen Aufgaben der 124 DRK-Beschäftigten, darunter aktuell 17 Auszubildende. In diesem Jahr kommen acht weitere Auszubildende dazu.

 
Gruppenbild in der Rettungswache

Das Foto zeigt ganz rechts Wolfgang Oltmanns, Mitte Detlef Kolde und Hans Meyer, links Walter Rempe.

Oltmanns lobte insbesondere das Ehrenamt und betonte: „Beim DRK sind ca. 600 Personen ehrenamtlich tätig. Alle zeigen eine besonders große Einsatzbereitschaft. Wenn wir einen Großeinsatz haben, können wir sofort 120 Leute für die Lagebewältigung einsetzen“, so Oltmanns. Er sei sehr stolz auf das neue DRK-Gebäude und zeigte dabei bildlich den Entstehungsverlauf des Rettungsdienstes im Landkreis Cloppenburg mit Beginn 1968 bis heute auf.

Eine wichtige Entscheidung wurde im Jahr 1975 getroffen, als man den Standort zum Krankenhaus verlegte. Die Rettungskräfte der DRK-Wachen sollen 15 Minuten nach einem Notfall vor Ort sein. Da aber jede Sekunde zählt, wurde die Ausbildung der Notfallsanitäter geschaffen und damit kombiniert der sogenannte Retter vor Ort. Am Beispiel Dänemark belegte Oltmanns, dass wir in Deutschland noch mehr auf diesem Sektor tun müssen. Dort sind die Überlebenschancen deutlich höher als bei uns. In Dänemark kann man durch die schnellen Helfer vor Ort 25 Prozent der lebensgefährlich Verletzten retten. In Deutschland leider nur 5 Prozent.

Besuch der Rettungswache (1)

Die Ansprüche an den Beruf sind sehr hoch, was mit einer Durchfallquote von 23 Prozent belegt wird. Oltmanns betonte die hohe Einsatzdichte. Im Jahre 2009 wurden 11.000, 2014 ca. 22.000 und im letzten Jahr 26.000 Einsätze gefahren. Wir haben eine Einsatzsteigerung von ca. 4 bis 5 Prozent jährlich. Ein Hauptgrund dieser Steigerungen ist dem demografischen Wandel geschuldet, aber auch die Hemmschwelle der Benachrichtigung ist deutlich gesunken. Oltmanns beklagte, dass einige Anrufer wegen Kleinigkeiten den Notarzt riefen, er nannte hierbei Nasenbluten, Kopfschmerzen. 2015 mussten 4.000 Notarzteinsätze, ca. 11.600 Notfallrettungen und ca. 6.500 reine Krankentransporte durchgeführt werden. Zum Abschluss betonten Rempe und Oltmanns, dass die Versorgung und Betreuung in den beiden Notunterkünften für Flüchtlinge in Cloppenburg und Cappeln reibungslos laufe.

Nach dem Rundgang durch das Gebäude bedankte sich im Namen aller Teilnehmer der stellvertretende Kreisvorsitzende Detlef Kolde für den sehr informativen Abend.

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